Tüpfel-Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Rund um den 24. Juni, den Johannistag, beginnt die heute vorgestellte Pflanze zu blühen: Das Tüpfel-Johanniskraut. So lässt sich der zweite Teil des deutschen Namens erklären. Das hier gezeigte Exemplar hielt sich allerdings nicht an die Vorgaben und blühte schon in dieser Woche am Rheindamm.
Und woher kommt der erste Teil des Namens? Hält man die Blätter gegen das Licht, zeigen sich viele kleine Pünktchen (Tüpfel), denn die Blätter sind von zahlreichen Ölbehältern durchzogen, welche der Pflanze ihren ätherischen Duft verleihen. Auch die gelben Blüten haben besondere Bestandteile: sie enthalten den photosensibilisierenden Farbstoff Hypericin, der rote Flecken auf der Haut hinterlässt, wenn man die Blüte zerreibt. Wer größere Mengen der Pflanze zu sich nimmt, ob Mensch oder Weidetier, läuft Gefahr, sich bei einem Aufenthalt in der Sonne Verbrennungen der Haut zuzuziehen. Dies sollte man beachten, wenn man auf das Johanniskraut als Arzneipflanze zurückgreift.
Zu finden ist die Art meist auf trockenen Böden. Als Magerkeitszeiger wächst sie in Magerwiesen, Heiden, Säumen und an Ruderalstellen. In ackerbaulich genutzten Gebieten findet man sie daher weniger als z.B. in mageren Weiden des südlichen Pfälzerwaldes.