Schwertblättriges Waldvöglein (Cephalanthera longifolia)

Mit etwas Glück kann auch einer Wanderung durch den Pfälzerwald am Wegesrand das Schwertblättrige Waldvöglein entdeckt werden. Die Orchidee ist aufgrund ihrer strahlend weißen kugelig aussehenden Blüten und den langen schwertförmigen Blättern unverwechselbar. Bei näherer Betrachtung der Blüten erkennt die Lippe, die vorne orangefarbene Leisten besitzt. Damit werden Insekten angelockt.
Das Schwertblättrige Waldvöglein wächst vorzugsweise auf nicht zu feuchten bis trockenen basenreichen und/oder kalkreichen Böden, dort wo natürlicherweise der Perlgras-Buchenwal vorkommt. Die trockenen Buchenwäldern wurden von Vegetationskundlern nach der Art benannt: Cephalanthero-Fagion (Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald). Die sauren Waldstandorte, auf denen der Hainsimsen-Buchenwald stockt, werden von der Orchidee gemieden. Gelegentlich wird die Art aber auch an Waldwegen an bodensauren Wuchsorten gefunden, wenn diese durch eingebrachten Basaltschotter stark anthropogen verändert sind.